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Your search for 'dc_creator:( "Niefanger, Dirk" ) OR dc_contributor:( "Niefanger, Dirk" )' returned 18 results. Modify search


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Volksstück

(867 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Begriff Das V. ist eine spezifische Form des Volks- oder Unterhaltungstheaters. Meist wird der Begriff im Bereich der dt. Theater-Geschichte verwendet. Die prägnanteste Form entstand als Wiener Volkstheater am Ende des 18. Jh.s; es hatte seine Blütezeit im 19. Jh. und fand Nachfolger in unterschiedlichen Varianten des Boulevardtheaters, aber auch bis heute in anspruchsvollen, z. T. sozialkritischen Stücken. Das V. [5] erscheint wenig normiert und nimmt effektvolle Spielweisen unterschiedlicher Bühnentraditionen auf, darunter musikal. oder akrobatisc…

Bühne

(1,468 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Begriffsbestimmung Der Begriff B. bezeichnet i. Allg. jeden Ort, der regelmäßig für eine Aufführung vor Publikum genutzt wird, z. B. Redner-, Festspiel-, Theater- oder Opern-B., in der Frühen Nz. aber auch Richt-B. oder das anatomische Theater. Er trennt durch seine in der Regel erhöhte und gut einsehbare, aber je nach historischen Gepflogenheiten, Bauart oder performativem Zweck (Performanz) den Zuschauer- vom Darstellerbereich. Der Begriff B. wird bis heute aber auch als Ausdruck für die Theater insgesamt sowie für einzelne Sparten verwendet. Im engeren Sinne versteht…

Geschichtsdrama

(878 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Begriff G. sind Dramentexte (Drama) mit histor. Stoffen, die nicht an bestimmte Gattungsvorstellungen gebunden sind (vgl. Gattung), in der Regel aber zur Untergattung Trauerspiel bzw. Tragödie zu rechnen sind. Diese vage Bestimmung kann durch eine Reihe von Merkmalen ergänzt werden: So behaupten G. durch Bühnenzeichen oder Neben- und Paratexte eine histor. Authentizität des Dramengeschehens; der histor. Stoff wird nicht lediglich als vergangen, sondern als überlieferungswürdig ausgewiesen; als Handlungsraum erschein…

Zeremonielle Literatur

(2,254 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Zeremoniell als deutbares Zeichensystem Der Begriff Zeremoniell (= Zer.; von lat. caeremonia, franz. cérémonial) meint Formen, Regeln und Verhaltensweisen, welche für normierte, häufig feierliche Handlungen im gesellschaftlichen Verkehr, bei polit. Vorgängen und kirchl. Veranstaltungen als notwendig und konstitutiv erachtet werden. Insofern liegt es nahe, im Zer. »ein semiotisches Supersystem« zu sehen, »das geeignet ist, polit.-rechtliche, soziale oder relig. Ordnung darzustellen und in Grenzen zu regulieren« [5. 1500 f.]. Teil des Zer. können Bilder, Musik…

Galante Literatur

(1,248 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Galanterie als europäisches Konzept Innerhalb der Kulturgeschichte der Frühen Nz. bezeichnet der Begriff G. L. eine wichtige europ. Literatur-Strömung im 17. Jh. und zu Beginn des 18. Jh.s; in Deutschland dominierte die G. L. die Dichtung zwischen Barock und Aufklärung. Sie reduzierte die barocke Rhetorizität der Texte, verminderte gelehrte Anspielungen und setzte so auf eine bessere Verständlichkeit der dichterischen Sprache; zur Musik vgl. Galanter Stil. Konstitutiv für G. L. ist die Galanterie, ein Verhaltens- und Kommunikations-Ideal, das – auf der Hofmann-Lite…

Komödie

(2,789 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Begriff Als K. (dt. Synonym: Lustspiel) bezeichnet man ein Drama, das vorwiegend komische (= kom.) Figuren und heitere Handlungen präsentiert. Auch wenn keine allgemein bindende Definition existiert, so können für die Nz. doch einige dominierende Merkmale festgemacht werden: Der Ausgang der Handlung ist meist glücklich, nicht selten bildet eine Hochzeit als versöhnliche Feier des Lebens, als ending in peace, den Abschluss. Als Handlungsraum findet sich häufig ein alltägliches oder privates, jedenfalls nicht politisches Umfeld. Als Akteure treten Pers…

Schuldrama

(857 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Begriff Als Sch. (auch Schulspiel) bezeichnet man im engeren Sinn Schauspiele, die für die Aufführung an schulischen Institutionen (Schule), im weitesten Sinn auch an Akademien und Universitäten ( Universitätsdrama, im nzl. England: university play), und für primär didaktische sowie repräsentative Zwecke geschrieben wurden. Meist wurden sie in der europ. Nz. dem Rhetorik-Unterricht angegliedert. Sie förderten die Redepraxis und unterrichteten darüber hinaus über histor., staatstheoretische, mythologische und theologische Inhalte. Ein zentral…

Tragedy/Theory of Tragedy

(5,123 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
Niefanger, Dirk [German version] A. Introduction, Methodology (CT) Besides the narrative tradition of mythology together with architecture and sculpture, tragedies are among the central historical sources shaping the modern perception of ancient culture. For that reason, the history of the reception of ancient tragedy provides an insight into the changing perception of Antiquity and its aesthetic relevance to the Modern Age. The European genre of tragedy continued to develop through an ever-changing, cr…

Tragödie/Tragödientheorie

(4,392 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
Niefanger, Dirk [English version] A. Einführung, Methodik (RWG) Die T. gehört - neben der narrativen Überlieferung der Mythen, der Baukunst und der Plastik - zu den zentralen Überlieferungszeugnissen, die das neuzeitliche Bild der ant. Kultur prägen. Die Geschichte der T.-Rezeption gibt deshalb generell Auskunft über sich wandelnde Antikevorstellungen und ihre ästhetische Relevanz in der Neuzeit. Die europ. Gattung T. entwickelt sich in immer neu akzentuierter Auseinandersetzung v. a. mit der aristotel…

Ceremonial literature

(2,605 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. Ceremonial as a readable system of signs The concept of Ceremonial (from Latin caerimonia, French cérémonial) denotes forms, rules, and behaviors that were valued as necessary and constitutive in respect of standardized, often solemnized actions in the course of social intercourse, political processes, and religious events. To this extent, it is reasonable to call ceremonial a “semiotic supersystem […] that is capable of rendering visible the political, legal, social, or religious order, and of regulating it within limits [5. 1500 f.]. Ceremonial might include visual ima…
Date: 2017-02-14

Comedy

(2,922 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
1. ConceptA comedy (German KomödieLustspiel) is a drama presenting primarily comic characters and light-hearted situations. Although no fixed definition exists, some dominant characteristics can be discerned in the early modern period. The ending is generally a happy one, not infrequently a wedding as a reconciliatory celebration of life, the “ending in peace.” The setting is often an everyday or private environment, certainly not a political one. The characters are people from the lower social o…
Date: 2017-02-14

Meyer, Conrad Ferdinand

(635 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
[German Version] (Oct 11, 1825, Zürich – Nov 28, 1898, Kilchberg near Zürich), realist poet, whose work is characterized by contrasts, ambiguities and multifaceted allusions. Meyer came from a respected patrician family; his father, who died prematurely, occupied a number of positions in the government, and his mother, deeply religious and influenced by the puritanical teaching of Zwingli, suffered from bouts of depression, which eventually led to her suicide. Meyer's younger sister Betsy (1831–19…

Langgässer, Elisabeth

(676 words)

Author(s): Niefanger, Dirk
[German Version] (Feb 23, 1899, Alzey – Jul 25, 1950, Rheinzabern) was a poet shaped by Catholicism, important especially in the years immediately after World War II. The daughter of a Jewish (later Catholic) architect, she trained as a teacher in Darmstadt. She was dismissed from teaching after the birth of a daughter out of wedlock, who would later become the author Cordelia Edvardson (born Jan 1, 1929). The father was the Jewish constitutional lawyer, Hermann Heller (1891–1933). From 1930, Lang…

Theater

(10,610 words)

Author(s): Niefanger, Dirk | Rode-Breymann, Susanne
1. Allgemein In der Nz. hatte das Wort Th. (von lat. theatrum, »Schauplatz«) eine gesellschaftliche Bedeutung, die weit über das Schauen oder Spielen von Dramen hinausging und wesentlich weiter reichte als heute. Es war weder an Institutionen gebunden noch eigentlich als einheitliches Phänomen erfahr- und beschreibbar. Als wesentliche Kennzeichen des nzl. Th. erscheinen seine Plurimedialität, seine vielfältigen Erscheinungsvarianten und seine stete Veränderung. Es zeigt sich als Möglichkeit, anthropologisc…

Baroque

(7,615 words)

Author(s): Pfisterer, Ulrich | Niefanger, Dirk | Küster, Konrad
1. Introduction The term Baroque defines an era within the early modern period perceived by scholarly consensus in terms of its specific aesthetic and cultural characteristics in the spheres of art, literature, and music. It is therefore not a term drawn from the era itself (as were, for instance, Renaissance, Enlightenment, and Romanticism), but a retrospective chronological and thematic construction of scholars seeking to characterize works of art, literature, and music and their particular desi…
Date: 2017-02-14

Literatur und Theater

(6,817 words)

Author(s): Tschopp, Silvia Serena | Fauser, Markus | Niefanger, Dirk
1. Institutionen und Gattungen 1.1. Lemmatisierungsprinzipien Die Unterscheidung zwischen verschiedenen lit. Gattungen als je spezifischen Formen dichterischen Ausdrucks findet sich bereits in der Poetik des Aristoteles. Dass der normative Anspruch von Gattungsbestimmungen spätestens seit dem 18. Jh. zunehmend in die Kritik geriet und Gattungen in der Folge als dem histor. Wandel unterworfene und damit fluide Phänomene erkannt wurden, hat ihre Signifikanz für die Klassifikation literarischer Manifestationen nicht gesc…

Moderne

(4,225 words)

Author(s): Jaeger, Friedrich | Petri, Grischka | Hottmann, Katharina | Niefanger, Dirk
1. Allgemein Im dt. Sprachraum taucht das Substantiv M. seit dem späten 19. Jh. auf, während sich die franz. Begriffsbildung modernité seit dem ersten Drittel des 19. Jh.s und das engl. Pendant modernity sogar schon im 17. Jh. vereinzelt nachweisen lassen. Diese vergleichsweise frühe Etablierung des Wortes im Englischen hat dazu geführt, dass es in der engl. Wissenschaftssprache für die gesamte Neuzeit als modern times inklusive der Frühen Neuzeit im Sinne der early modern period Verwendung finden konnte. Zurückführen lässt sich der Begriff der M. auf die temporale…