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Your search for 'dc_creator:( "Meinel, Christoph" ) OR dc_contributor:( "Meinel, Christoph" )' returned 21 results. Modify search


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Verbrennung

(1,154 words)

Author(s): Meinel, Christoph
1. Begriff Unter V. versteht man heute die unter Flammenbildung verlaufende Oxidation eines Stoffes, in der Regel durch Reaktion mit Sauerstoff. Chemisch (= chem.) vergleichbar sind das Rosten von Eisen und die Stoffwechselphysiologie der Atmung. Dass derart unterschiedlichen Phänomenen ein gemeinsamer Vorgang zugrunde liegt, hat man erst im ausgehenden 18. Jh. verstanden. 2. Korpuskulare Erklärungen Nach aristotelischer Vorstellung hat die V. mit dem Element Feuer zu tun, in der Tradition des Atomismus mit der vermuteten Existenz einer bes. kleinen und b…

Stein der Weisen

(988 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Der seit der Frühen Nz. (z. B. von Angelus Silesius im 17. Jh.) auch im übertragenen Sinne benutzte Begriff des S. d. W. (lat. lapis philosophorum) bezeichnet ein zentrales Konzept der Alchemie: die Möglichkeit der Existenz einer besonderen Substanz, die in der Lage sei, unedle in edle Stoffe und Metalle letztlich in Gold zu verwandeln, indem sie die der Natur innewohnende Tendenz zur Vollendung verwirklicht. Die Bereitung des S. d. W. im sog. »Großen Werk« ( opus magnum) wurde in zahllosen praktischen wie auch allegorischen Texten der Alchemie thematisiert. Als Xerion (Streup…

Chemische Wissenschaften

(6,057 words)

Author(s): Meinel, Christoph
1. Kenntnisse und Theorien 1.1. Überblick Unter »Chemie« (etymologisch evtl. aus ägypt. kmt, der Bezeichnung für die schwarze Erde Ägyptens, oder von griech. chēmeía oder chymeía, »Metallguss«, hergeleitet) lassen sich unterschiedliche, auf die Herstellung, Reinigung oder Umwandlung von Stoffen gerichtete Verfahren und Wissensbestände zusammenfassen. Ihren Ursprung haben sie in der Metallurgie, der Bereitung von Farbstoffen und Glas, der Arzneiherstellung und der Lebensmitteltechnologie. Von der Alchemie zunächst auch b…

Romantische Chemie

(763 words)

Author(s): Meinel, Christoph
1. Begriff Nach Justus Liebigs Verdikt über die Naturphilosophie der dt. Romantik als der »Pestilenz … des Jahrhunderts« [1. 29] stand auch die Chemie der Zeit um 1800 unter Historikern lange im Ruf haltloser Spekulation. Neuerdings von Germanisten unter poetologischen Aspekten wiederentdeckt [5]; [3]; [7] und seitens der Wissenschaftsgeschichtsschreibung in ihrer Eigenart rekonstruiert [4]; [8], gilt sie heute jedoch als eine charakteristische Wissensformation zwischen empirischer Naturforschung und idealistischer Naturphilosophie am Übergang von …

Transmutation

(894 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Dass Dinge und Wesen sich ineinander verwandeln können, so wie aus der Raupe ein Schmetterling oder aus dem unscheinbaren Erz glänzendes Metall wird, ist eine Tatsache der Erfahrung. Ovids Metamorphosen, die sich gerade in der Frühen Nz. höchster Beliebtheit erfreuten, variieren die Idee mythologisch und anthropologisch. Doch im Gegensatz zur Metamorphose, bei der sich nur die Gestalt wandelt, die Identität aber erhalten bleibt, bezeichnet T. im technisch-chemischen Sinn eine Veränderung, welche die Substanz betrifft. Theoretische Grundlage der T. war die aristotelische L…

Verbindung, chemische

(837 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Neben dem Begriff der Elemente gehört der der V. zu den grundlegenden theoretischen Konzepten der nzl. Chemie. Die ältere Historiographie hat seine Ursprünge bis auf den antiken Atomismus und dessen Vorstellung von zeitlich stabilen Atomkonstellationen einerseits [2] und die hochma. Lehre von den minima naturalia, den kleinsten qualitativ bestimmten Substanzteilchen [9], andererseits zurückführen wollen, die um 1620 in Isaac Beeckmans Konzept des homogeneum physicum (» Molekül«) [8. Bd. 1] oder in den 1670er Jahren in Robert Boyles Vorstellung räumlich strukturierte…

Affinität, chemische

(743 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Als frühes Konzept zur Erklärung der chemischen Bindung bezeichnete A. das Bestreben von Stoffen, sich miteinander zu verbinden. Erfahrungen aus der gewerblich-chemischen Praxis wurden im 17. Jh. damit unter einen theoretischen Begriff gefasst [5], der zunächst animistisch oder mechanistisch, seit Isaac Newton aber mit der Vorstellung einer substanzspezifischen Bindungs-»Kraft« erklärt wurde. Von der gesetzmäßigen Einheit der Natur überzeugt, hatte Newton in den Principia mathematica scientiae naturalis von 1687 vermutet, sämtliche Erscheinungen der Natur so…

Fermentation

(735 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Die F. (von lat. fermentum; » Gärungsmittel«, »Sauerteig«) ist eine der ältesten biotechnologischen Methoden zur Lebensmittelkonservierung und zur Herstellung alkoholischer Getränke (u. a. Bier; Wein). Heute nennt man jede technische Umsetzung von biologischem Substrat mit Hilfe von Mikroorganismen oder Enzymen (Fermenten) eine F.; bis ins 19. Jh. bezeichnete man damit biologische Reaktionen unter Ausschluss von Luft, speziell die alkoholische Gärung. Die Theorie der Gärung wurde damals zum Kernstück der Aus…

Agrikulturchemie

(709 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Seit der Antike hat man organische und mineralische Düngung eingesetzt, um den Bodenertrag zu verbessern. Im 17. Jh. gab der Paracelsismus erste Impulse für eine chemische Untersuchung von Ackerkrume und Pflanzeninhaltsstoffen. Doch die chemische Düngung, wie sie im Zuge der Englischen Revolution im Kreis der Reformer um Samuel Hartlib [6. 384–402] oder in Deutschland von dem praktischen Chemiker Johann Rudolf Glauber vorgeschlagen wurde, blieb wirkungslos, da zentrale Fragen der Pflanzenernährung noch ungeklärt waren. Während manche, Johann Baptist van Helmont (157…

Synthese, chemische

(773 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Analyse und S. sind die Grundoperationen der Chemie (Chemische Wissenschaften), ihrer modernen Nomenklatur und ihrer Zeichensprache [3]. Sie implizieren die Vorstellung, dass chemische Stoffe aus Bausteinen (Atomen; vgl. Elemente) bestehen, welche sich in unterschiedlichen Kombinationen miteinander verbinden und aus der Verbindung auch wieder abtrennen lassen. Der Ursprung dieses Ansatzes liegt im antiken Atomismus von Demokrit und Leukipp, der sich aber unter dem Einfluss der aristotelischen Naturphilosophie gegen die qualitative Auffassung von Materie und das K…

Agricultural chemistry

(749 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Since Antiquity, organic and mineral manuring has been used to improve crop yield. In the 17th century, Paracelsism gave the initial stimulus to a chemical investigation of surface soil and plant constituents. But chemical fertilization, in the form suggested during the English Revolution by the reformist circle of Samuel Hartlib [6. 384–402] or by the chemist Johann Rudolf Glauber, remained ineffective, because key questions of plant nutrition remained unanswered. While some, following Johann Baptist van Helmont (1577-1644), saw the supposed…
Date: 2017-02-14

Chemical sciences

(6,371 words)

Author(s): Meinel, Christoph
1. Knowledge and theory1.1. IntroductionChemistry (the term may derive from the Egyptian kmt, the word for the black earth of Egypt, or from the Greek chēmeía or  chymeía, ‘art of alloying metals’) includes various procedures and bodies of knowledge concerning the manufacture, purification, and transformation of materials. Their origins lie in metallurgy, the making of dye and glass, the manufacture of medicines, and foodstuffs technology. It was synonymous at first with alchemy, and in the first centuries of the early …
Date: 2017-02-14

Chemical compound

(850 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Along with the concept of the elements, the concept of compounds is one of the fundamental theoretical concepts of early modern chemistry. Earlier historiography sought to trace its origins back to classical atomism with its notion of temporally stable atomic constellations [2] and the theory of  minima naturalia of the high Middle Ages, the smallest qualitatively distinct particles of a substance [9]; these were brought together around 1620 in Isaac Beeckman’s concept of the  homogeneum physicum (“molecule”) [8. vol. 1] or in the 1670s in Robert Boyle’s notion…
Date: 2017-02-14

Fermentation

(752 words)

Author(s): Meinel, Christoph
Fermentation (from the Latin  fermentum; “fermentation agent”, “leaven”) is one of the oldest biotechnological methods for conserving foodstuffs and manufacturing alcoholic beverages (e.g. Beer; Wine). Today, all technical transformations of a biological substrate using microorganisms or enzymes is called fermentation, but until the 19th century, the term denoted biological reactions in the absence of air, especially alcoholic fermentation. The theory of fermentation in this period was at the heart …
Date: 2018-02-14

Combustion

(1,120 words)

Author(s): Meinel, Christoph
1. ConceptCombustion today means the exothermic oxidation of a substance, generally in reaction with oxygen. Processes that are comparable in chemical terms are the rusting of iron and the metabolic physiology of respiration. It was not until the late 18th century that it came to be understood that these very different phenomena were attributable to the same process.Meinel, Christoph2. Corpuscular explanationsAccording to the Aristotelian view, combustion was related to the element of fire. In the atomist tradition, it was associated with the postulate…
Date: 2017-02-14

Affinity, chemical

(786 words)

Author(s): Meinel, Christoph
An early concept to explain chemical bonding, affinity described substances’ desire to bond with one another. Experiences from commercial chemical practices in the 17th century were thus brought together in a theoretical concept [5], at first explained in animistic or mechanistic terms, then from Isaac Newton onwards in terms of a substance-specific bonding “force.” Convinced of the lawful unity of nature, Newton had proposed in his  Principia mathematica scientiae naturalis (1687) that all natural phenomena should be attributable to forces of attraction and r…
Date: 2017-02-14

Gas

(2,640 words)

Author(s): Meinel, Christoph | Bleidick, Dietmar
1. Vom vitalen Chaos zum Gas der Chemiker Die Auffassung, dass Luft ein wägbarer Stoff ist und aus verschiedenen G. besteht, setzte sich erst im Laufe des 18. Jh.s durch. Bis dahin galt die Luft als eines der vier aristotelischen Elemente und war weder schwer noch leicht, solange sie sich an ihrem natürlichen Ort befand. In seinem Werk Ortus Medicinae (Amsterdam 1648; dt. Aufgang der Artzney-Kunst, Sulzbach 1683) entwarf der flämische Paracelsist Johann Baptista van Helmont eine alternative, vitalistische Materietheorie ( Vitalismus). Dieser zufolge gehen alle Stoffe aus …

Salze

(1,042 words)

Author(s): Priesner, Claus | Meinel, Christoph
1. Wissenschaftliche Klassifikation Als S. bezeichnet man heute chemische Verbindungen aus positiv geladenen Kationen und negativ geladenen Anionen. Die den S.-Typus definierende Theorie der ionischen Bindung wurde jedoch erst 1915 von dem dt. Physiker Walther Kossel aufgestellt. Bis ins 19. Jh. wurden S. hingegen primär über ihren Geschmack, ihre Wasserlöslichkeit sowie ihre Feuerbeständigkeit charakterisiert und aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem gewöhnlichen Koch-Salz als »salzartige Stoffe« zusammengefasst. Solange die spezifischen Unterschiede der einzel…

Gas

(2,760 words)

Author(s): Meinel, Christoph | Bleidick, Dietmar
1. From vital chaos to the gas of chemists The concept that air is a weighable substance consisting of various gases gained acceptance only in the course of the 18th century. Until then it had been considered one of the four Aristotelian elements and was neither heavy nor light, as long as it remained in its natural place. In his  Ortus Medicinae (Amsterdam 1648; Ger. Aufgang der Artzney-Kunst, Sulzbach 1683), the Flemish Paracelsist Jan Baptista van Helmont conceived an alternative, vitalistic theory of matter (Vitalism), according to which all substances …
Date: 2018-02-14

Materie

(2,080 words)

Author(s): Snyder, James G. | Prankel, Dieter | Meinel, Christoph
1. Begriff Bis in die Nz. entwickelten sich Theorien der M. aus weiter ausgreifenden Theorien der Substanz. Bei Überlegungen zu den grundlegenden Entitäten der Wirklichkeit hatten schon die Philosophen der Antike Fragen nach dem unveränderlichen Träger wechselnder Eigenschaften und sich verändernder Substanzen gestellt sowie darüber reflektiert, was (wenn überhaupt etwas) man darüber wissen könne. Die Vorstellung von der M. als der Grundlage der Dinge spiegelt sich in dem griech. Wort hýlē (lat. materia): Wörtlich bedeutet es das Holz eines Baumes, das Material, aus…
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