Gassenhauer
(742 words)

Das Wort G., bereits um 1413 als Eigenname belegt und im 16. Jh. als abwertende Bezeichnung für »nutzlose Herumtreiber« üblich [2], wurde 1517 in der lat. Grammatik J. A. Turmairs erstmals im musikalischen Sinn verwendet. In der Frühen Nz. bezeichnete G. wertneutral ein schlichtes und populäres weltliches Lied der städtischen Bevölkerung. So erschien z. B. 1535 in Frankfurt am Main eine mehrstimmige weltliche Liedersammlung mit dem Titel Gassenhawerlin und Reutterliedlin, die sich im Wesentlichen an das frühnzl. Bürgertum wandte. Schon zu dieser Zeit war der G. demnac…

Cite this page
Wenzel, Silke, “Gassenhauer”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, Im Auftrag des Kulturwissenschaftlichen Instituts (Essen) und in Verbindung mit den Fachherausgebern herausgegeben von Friedrich Jaeger. Copyright © J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag GmbH 2005–2012. Consulted online on 21 May 2018 <http://dx.doi.org/10.1163/2352-0248_edn_a1246000>
First published online: 2014



▲   Back to top   ▲